Baden-Württembergischer
Bodybuilding- und Fitnessverband e. V.

+++ Bericht zur Baden-Württembergischen Meisterschaft 2010 +++
 


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Rhein Neckar Pokal 2011 (BWBF / DBFV)
Bodybuildingmeisterschaft für Baden-Württemberg mit Qualifikation zur Internationalen Deutschen Meisterschaft

Bericht von Reiner Dahms und Stefan Ulmer

Inzwischen zum dritten Mal fand am 06.11.2011 der Rhein Neckar Pokal in der Stadthalle Hockenheim statt. Vom Publikum wurde diese vom 1. Vorsitzenden des BWBF, Alexandros Stampoulidis, angeregte räumliche Veränderung sehr gut angenommen und so war die Veranstaltung bestens besucht. Leider war dafür die Anzahl der Teilnehmer nicht beeindruckend; dafür traten gerade in den schwereren Männerklassen sehr gute Athleten an und sorgten für einen spannenden Wettkampf. Wie üblich kümmerte sich das gut eingespielte Team um einen reibungslosten Ablauf und trug somit einen großen Teil zum Erfolg der Veranstaltung bei.

Der Gesamtsieger der Meisterschaft kam aus der Klasse Männer IV, hier dominierte Domenico Intermaggio vom Finest in Fitness in Reutlingen das Feld und holte sich den Klassen- wie auch den Gesamtsieg mit Idealpunktzahl. Kein Wunder, so zelebrierte Domenico mit seiner grandiosen Form alle Ideale des Wettkampfbodybuilding: im Vergleich zu seiner letzten Saison hatte er sich gerade bei den Beinen enorm verbessert und präsentierte sich mit voller, wuchtiger Muskulatur und dabei doch in absolutem Maße ästhetisch und bestens proportioniert. Auch die Härte war beindruckend und sorgte für tiefe Einschnitte bei der Beinmuskulatur wie auch im Oberkörper; Domenicos Nacken-Schulter-Arm-Partie war eine Klasse für sich. Leider konnte er die Teilnahme an der Internationalen Deutschen Meisterschaft 2011 nicht wahrnehmen; hier wäre sein Auftritt in dieser Form sehr spannend gewesen.

Auch der Vize-Meister in der Männer IV, Jörg Kühnhold vom BB-Shop in Ludwigshafen, konnte durch seine pure Muskelmasse punkten - hätte man für seinen Oberkörper noch ein Pfund Muskulatur zum freien Verteilen übrig, man wüsste nicht, wo man es noch drauf packen sollte. Lediglich seine Härte war offensichtlich noch nicht im optimalen Bereich; hier legte Jörg das Timing auf die Internationale Deutschen Meisterschaft 2011, wo er ebenfalls den Vize-Titel holte. Der dritte Platz ging an Michael Lindner vom Body Planet in Ludwigsburg, der sich wie immer mit guten Proportionen und ansprechender Härte präsentierte, doch aber etwas den Eindruck hinterließ, in dieser Saison nicht ganz an seine eindrucksvolle Form der Vorjahre anknüpfen zu können. Mit guten Verbesserungen trat der Viertplatzierte Ahmet Ayabil von der Sportschule Gudensberg an, der noch seinen mächtigen Beinen etwas mehr Masse im Oberkörper entgegensetzen müsste, um im Gesamten harmonischer zu wirken – was seine gute Leistung mit ansprechender Definition aber nicht schmälern soll. Fünfter wurde Uli Körper vom Bodybuilding e. V. in Walldorf; wenn auch in respektabler Form, so konnte er in diesem sehr guten Feld nicht ganz aufschließen.

In der Klasse Männer V zeichnete sich zwischen Goran Nicolic vom Gympanzee in Eislingen und Noel Senftleber vom BodyGym in Mannheim ein interessanter Zweikampf ab. Noel, der nach vielen Jahren hier sein Comeback auf einer Wettkampfbühne feierte, punktete vor allem durch seine sehr schöne Linie. Aber auch Goran hatte hart an sich gearbeitet und präsentierte sich mit besseren Proportionen denn je; war dazu besonders im Bein- und Rückenbereich äußerst definiert und wirkte letztendlich doch etwas muskulöser als Noel, was wohl den Ausschlag für die entscheidenden Punkte für den ersten Platz für Goran gab. Trotzdem stellte Vize-Meister Noel hier keinen leichten Gegner dar, denn sein sehr gut entwickelter Latissimus sorgt für eine schöne V-Form im Oberkörper und auch seine Bizepsmuskulatur befindet sich auf sehr hohem Niveau. Es bleibt in jedem Fall zu hoffen, dass sein nächster Bühnenauftritt nicht wieder so lange auf sich warten lassen wird. Dritter wurde Alexander Probst vom Bodybuilding e. V. in Walldorf, der ebenfalls sehr gut vorbereitet antrat, sich hier gegen die beiden jüngeren Kontrahenten allerdings nicht ganz durchsetzen konnte.

Die vier Teilnehmer der Klasse Männer III waren interessanterweise alle von einem sehr ähnlichen Körpertyp: nicht klein und bullig, sondern eher klassisch athletisch, was über die ganze Klasse hinweg gute Vergleiche ermöglichte. Der erste Platz ging an Neriman Ismail Niyaz vom Finest in Fitness in Reutlingen, der sicher nicht der Härteste war, doch aber die besten Proportionen und allgemein sehr schön gezeichnete, volle Muskulatur vorweisen konnte. Mark Reim vom Power House in Ludwigsburg, der hier Zweiter wurde, war sehr gut definiert und konnte ebenfalls eine sehr stimmige Gesamtentwicklung präsentieren; hier ist noch einiges an Potential vorhanden. Mit erstaunlich streifig-definierte Beinen trat Sascha Tissen von der Sportschule Gudensberg an, wirkte im Gesamten aber nicht ganz so harmonisch wie die vor ihm platzierten Teilnehmer - er wurde Dritter. Auch der Viertplatzierte Marco Hastetter vom Powergym in Thun (Schweiz) trat mit guten Ansätze an, konnte aber nicht ganz dem vorgegebenen hohem Niveau standhalten.

In der Klasse Männer I trat ohne weitere Mitstreiter Mathias Schweizer (Einzelmitglied) an, der somit auch als Sieger feststand. Für die Klasse Männer II hatten sich leider keine Athleten eingefunden.

Die sieben Teilnehmerinnen der erst vor kurzem eingeführten Bikini Klasse zeigten sich zum Teil sehr unterschiedlich vorbereitet und boten so eine recht abwechslungsreiche Mischung. Als Siegerin wurde Sibel Baybo vom Finest in Fitness in Reutlingen erkoren, die sich sportlich-athletisch und mit einnehmender Ausstrahlung präsentierte. Martina Garvez vom SMASH Fitness Park in Schorndorf, die Zweite wurde, fiel besonders durch ihre erstaunlich definierte Frontansicht auf. Die Drittplatzierte, Kristina Schulz vom Gympanzee in Eislingen, zeigte ebenfalls sehr gute Ansätze, präsentierte sich allerdings nicht ganz optimal. Frisch-natürlich trat Jenifer Thäle vom Fitnesscenter Gschwender in Schweinfurt an und sicherte sich den vierten Platz. Nicht ganz überzeugen konnten Sarah Mahlkow vom Power House in Ludwigsburg (5.  Platz) und Yvonne Fleischmann vom Fitnesscenter Schardt  in Herzogenaurach (6. Platz). Knapp das Finale verpasste Birgit Kerscher, ebenfalls vom Fitnesscenter Schardt  in Herzogenaurach.

Fünf Athletinnen traten in der Klasse Frauen Fitness Figur an. Katrin Frank vom SMASH Fitness Park in Schorndorf gelang hier nach ihren erfolgreichen Meisterschaften in der Bikini Klasse ein guter Einstand. Wenn Ihre Konkurrentinnen zwar zum Teil deutlich muskulöser waren, so bot Katrin in dieser Figur-Klasse doch das beste Gesamtpaket aus sehr schöner Linie, Proportionen und angemessener Definition. Auch Karin Wuthrich vom Powergym in Thun (Schweiz) konnte mit einer sehr ansprechenden Ansicht in den seitlichen Posen punkten, überzeugte aber nicht ganz in der Frontansicht – sie wurde Zweite. Sehr gute Ansätze, wie eine hübsche V-Form im Oberkörper, präsentierte Julia Jäschke, ebenfalls  vom SMASH Fitness Park in Schorndorf; für eine bessere Platzierung als den dritten Platz war ihre Definition allerdings noch nicht ganz ausreichend. Ähnliches gilt für die Vierte, Janina Weinhold vom Fitnesscenter Schardt  in Herzogenaurach, die ebenfalls eine gute Entwicklung der Muskulatur vorweisen konnte, allerdings noch nicht die dazu passende Härte hatte. Barbara Moschko, vom gleich Studio wie Janina, belegte schließlich den fünften Platz.

Die beiden Teilnehmer der Klasse Junioren II stellten das Kampfgericht vor keine allzu schwere Herausforderung und es kam zu einem eindeutigen Punktergebnis. Sieger Nicholas Lehmann vom Olymp in Düsseldorf trat gut vorbereitet an und präsentierte sich vielleicht noch ein wenig unsicher, dafür aber in einer sehr ansprechenden, ausgewogenen Form, die sicher noch Raum für Verbesserungen lies, aber auch keine besonderen Kritikpunkte bot. Der Zweitplatzierte, Diethmar Weber vom Gympanzee in Eislingen, lies ebenfalls ein gutes Potential erkennen, müsste aber noch deutlich an den Beinen arbeiten. Trotzdem lieferte er hier eine respektable Leistung ab.

Alle vier Athleten der Klasse der Masters traten als Doppelstarter auch in den Männer-Klassen an. Als Sieger ging Alexander Probst vom Bodybuilding e. V. in Walldorf hervor, der hier deutlich die beste Muskulosität wie auch die eindrucksvollste Definition vorweisen konnte. Sehr ausgewogen, mit wohl auch der besten Linie in dieser Klasse, trat Michael Lindner vom Body Planet in Ludwigsburg an. Er wurde Zweiter. Der dritte Platz ging an Uli Körper vom Bodybuilding e. V. in Walldorf, der, wenn auch nicht in optimaler Form, doch mit massiven Beinen beeindrucken konnte. Vierter wurde Mathias Schweizer, Einzelmitglied aus Remshalden, der mit dem hohen Leistungsniveau seiner Mitstreiter nicht mithielt.

Auch in der Klasse Classic Bodybuilding kam es unter den fünf Teilnehmern unter den ersten beiden Plätzen zu einem interessanten Zweikampf. So endete dieser zwar Punktgleich, doch die bessere Finalplatzwertung gab den Ausschlag für den Sieg von Darius Mazurek vom Power House in Ludwigsburg. Darius konnte als großgewachsener Athlet eine sehr gute Gesamtentwicklung präsentieren, besonders einen sehr schön proportionierten Oberkörper und eine rundum ansprechenden Definition. Somit wurde Mario Meszaros vom Finest in Fitness in Reutlingen knapp Zweiter; zwar nicht so hart wie Darius, wirkte er aber muskulös-kompakt und bestens proportioniert. Dritter wurde Robert Otmar vom Power House in Ludwigsburg, der mit guten Ansätzen und einem unterhaltendem Kür-Posing antrat, aber nicht ganz mit der Form der vor ihm Platzierten mithalten konnte. Matthias Wachter vom Herzog's Fitness in Ulm, der Vierter wurde, konnte besonders durch seine gut entwickelten und ansprechend definierten Beine überzeugen, sollte aber vielleicht noch ein wenig am Oberkörper und besonders dem Latissimus arbeiten – dann sollten ihm in dieser Klasse auch sehr gute Platzierungen möglich sein. Der fünfte Platz ging an Uwe Schmidt, Einzelmitglied in Tauberbischofsheim, der mit der soliden Muskelentwicklung seiner Kontrahenten nicht aufschließen konnte und sich zudem nicht immer optimal präsentierte.

Als Gastauftritte konnte man nicht nur Carla Marquardt engagieren, sondern auch den eigens eingeflogenen Johnnie Jackson, der mit seiner puren Muskelmasse die Halle zum Kochen brachte. Durch das Finale führte als Moderatorin Barbara Petridou, amtierende Deutsche Meisterin der Frauen Fitness Figur Klasse, unterstützt bei der Pokalübergabe von Ramona Valerie Alb, amtierende Vize-Meisterin der Bikini Klasse – beide sind als baden-württembergische Athletinnen auch jenseits der eigenen Wettkampfteilnahme stark für die Meisterschaften des BWBF engagiert. Ein weiteres Zeichen dafür, dass man bei uns im „Ländle“ mit ganzem Herzen bei unserem Sport dabei ist. Abschließend kann man trotz der eher schwachen Teilnehmerzahl doch auf eine erfolgreiche Meisterschaft blicken und wenn man in die Zukunft schaut, so kann fest davon ausgegangen werden, dass sicher bald auch wieder mehr Athleten den Weg auf eine Bühne des BWBF finden werden. Besuchen Sie für weitere Informationen, auch zu kommenden wie vergangenen Wettkämpfen des BWBF, auch unsere Homepage: www.bwbf.de.

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