Baden-Württembergischer
Bodybuilding- und Fitnessverband e. V.

+++ Bericht zum Donau Cup 2006 +++
 


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Rhein Neckar Pokal 2006 (BWBF / DBFV)

Bericht von Reiner Dahms und Stefan Ulmer (www.bwbf.de)


Einiges war anders, beim Rhein Neckar Pokal am 05.11.2006, der traditionsgemäß in der Kulturhalle in Mannheim-Käfertal stattfand und wie immer die Qualifikationsmeisterschaft für die Internationale Deutsche Meisterschaft für Baden-Württemberg war. Bisher stand diese Meisterschaft immer für vollbesetzte Männer-Klassen; dies war dieses Jahr nicht so, aber die angetretenen Athleten waren dafür in hervorragender Form, so dass sich doch die gewohnte Begeisterung der Zuschauer in der Halle einstellte. Die gute Stimmung wurde sonst auch vom Veranstalter und Moderator Thomas Gerstner angeheizt, der sich allerdings selbst in Wettkampfvorbereitung befand und sich, von einem gelungenen Gastauftritt abgesehen, eher im Hintergrund hielt. Moderiert wurde von Erich Janner und das eingespielte Team des BWBF sorgte hinter der Bühne dafür, dass alles wie am Schnürchen lief. 

Vier Athletinnen gingen in der Frauen Fitness Figur Klasse an den Start. Monika Ciaramaglia vom SMASH Fitnesspark in Schorndorf hätte für eine höhere Platzierung vielleicht noch ein wenig mehr Zeit für die Diät benötigt. Gut vorbereitet hatte sich Beate Weixler vom Get Fit in Eppelheim, die eine gute Definition und Ausstrahlung bot, aufgrund leichter Schwächen in der Linie Dritte wurde. Den zweiten Platz belegte die athletische Berna Benkovic vom SMASH Fitnesspark in Schorndorf, eine junge Athletin mit großen Potential. Als Siegerin ging Monica Alvarez vom West Gym in Wiesbaden hervor, die eine sehr schöne Muskelentwicklung bei angemessener Härte präsentierte.

Von den sieben bei den Junioren angetretenen Startern konnte sich Sascha Jegler vom SMASH Fitnesspark in Schorndorf nicht für das Finale qualifizieren. Sascha hat zwar gute Anlagen, offensichtlich aber keine angemessene Diät gehalten. So konnte sich auch der leichteste Teilnehmer der Klasse, Goran Todic vom SMASH Fitnesspark in Schorndorf, vor ihm auf den sechsten Rang platzieren, da diesem zwar noch einiges an Muskelmasse fehlt, besonders bei den Beinen, er aber schon eine gute Härte vorweisen konnte. Ebenfalls noch etwas Feinschliff würde der großgewachsene Gabriel Konik vom Fitnesspoint in Heidelberg vertragen, der einen gut austrainierten Oberkörper präsentierte, allerdings bei den Beinen noch einiges aufholen müsste. Er wurde Fünfter. Mit Colin Ziegler vom Body Planet in Ludwigsburg belegte ein erfahrener Juniorathlet den vierten Platz, allerdings hatte man Colin bereits in besserer Form gesehen; in dieser Saison fehlte es ihm ein wenig an Muskelvolumen wie auch an Härte, was er jedoch gut durch seine gute Linie und seine sichere Präsentation etwas ausgleichen könnte. Eine sehr gute Entwicklung konnte der Drittplatzierte Christoph Still vom Fitness Center Ruh in Bürstadt vorweisen, der vor zwei Jahren als 17jähriger seinen Bühneneinstand gefeiert hatte. Bei ihm hätte man sich eigentlich nur noch etwas bessere Härte gewünscht. Diese fehlte ein Stück weit auch noch dem Vize-Meister Sebastian Brill vom All Star Leistungszentrum in Gießen, der insbesondere mit seinem muskulösen Oberkörper beeindruckte, auf alle Fälle aber auch noch an den Beinen arbeiten muss. Das könnte er z. B. mit seinem Studiokollegen David Walli machen, dessen Oberschenkelumfang nicht nur für einen Junioren respektabel ist. Auch alle anderen Körperpartien sind sehr gut entwickelt und vor allem konnte David durch seine extreme Definition und Härte punkten, was ihm den verdienten ersten Platz einbrachte. 

Bei den Senioren waren mit Achim Ilmer vom Fitness Center Ruh in Bürstadt und Matthias Kretschmar vom Body Gym in Schopfheim zwei vom Körpertyp her sehr ähnliche Athleten auf der Bühne, die beide eine sehr ausgewogene Muskelentwicklung präsentieren konnten und sehr gut vorbereitet waren. Matthias war allerdings deutlich härter und wurde somit Sieger der Senioren.  

Die meisten Teilnehmer drängten wie üblich bei der Männer Body Fitness Klasse auf die Bühne. Nicht für das Finale qualifizieren konnten sich: Bernd Comes vom Power Gym in Bad Kreuznach, Daniel Elias vom Fit in Form in Karlsruhe, Umit Özsahin und Boris Rasschiwin, beide vom Powerhouse in Ludwigsburg, Giuseppe Durante vom fit-o-drom in Wiesloch und Berthold Seibold vom Gmünder Fitnesspark in Schwäbisch Gmünd. Sechster in der Finalwertung wurde Rafael Piokowski vom Lifestyle in Mühlacker, der sehr gut definiert war, zwischen den anderen Athleten allerdings nicht sonderlich hervor stechen konnte und unbedingt noch an den Beinen arbeiten sollte. So konnte sich auch Karsten Nötzold vom BBFV Sachsen vor im platzieren, der zwar nicht die gleiche Härte, dafür aber ausgewogenere Proportionen vorweisen konnte. Peter Domin vom Body Planet in Ludwigsburg sicherte sich den vierten Platz; ‚Masse’ gehörte sicher nicht zu seinen Argumenten, dafür aber seine gute Linie, ansprechende Härte und sein gelungener Kürvortrag. Ein Stück muskulöser bei ähnlicher Definition, gutem Posing, aber mit leichten Schwächen bei den Proportionen wurde Andreas Sandmaier vom fit-o-drom in Wiesloch Dritter. Der Vize-Titel ging an den größten und schwersten Starter der Klasse: Holger Kimmerle vom Body Planet in Ludwigsburg, der seine rund 99 kg Wettkampfgewicht in beeindruckender Form präsentierte, besonders im muskulösen Torso. Über das beste Gesamtpaket des Abends verfügte allerdings Hans Joachim Schneiß vom Outback Gym in Mainz, der besonders mit seinen voluminösen Beinen, gut geformten Oberkörper und respektabler Härte überzeugen konnte. So stand seinem Siegertitel in dieser Klasse nichts im Weg. 

Zu einem eindeutigen Ergebnis kam die Jury bei den beiden Startern der Klasse Männer I. Dirk Freudenmacher vom Fitness Point in Heidelberg trat mit beachtlicher Form und gut vorbereit an, allerdings hatte er keine Chance gegen den Sieger der Klasse, Harry Kärcher vom Fit in Form  in Karlsruhe. Harry hatte die volleren und runderen Muskeln, die bessere Linie, deutlich besser definierten Beine und sichere Präsentation. Tatsächlich konnte er sich auch drei Wochen später den Titel des Internationalen Deutschen Meisters erkämpfen. 

Auch bei den drei Athleten der Klasse Männer II waren sich die Kampfrichter auf den Punkt einig. Marc Gracias vom Sport und Fun in Wieblingen hat sehr gute Anlagen, besonders was seine Schultern und seinen Bizeps angeht. Wenn er noch etwas Masse an den Beinen aufbaut und für die richtige Härte sorgt, ist sicher auch eine bessere Platzierung möglich; so reichte es erst mal nur für den dritten Platz. Zweifellos ebenfalls ein würdiger Sieger wäre Manuel Kratochville vom Powerhouse in Ludwigsburg gewesen, dessen einziges Problem im Grunde nur in Michael Wagner vom Sport + Fun in Ulm bestand, der unter fast allen Gesichtspunkten noch ein Stückchen besser war. Von den beiden Vorzeigesportlern mit jeweils ausgewogener Symmetrie und beindruckender Definition wurde Manuel nun Zweiter und Michael strahlender Sieger der Klasse. 

Ebenfalls drei Teilnehmer waren in der Klasse Männer III auf der Bühne und wieder stimmte das Kampfgericht voll überein. Martin Postler vom Fitness Point in Heidelberg, der Dritter wurde, war noch zu glatt und den Beinen fehlt im Vergleich zum massigen Oberkörper noch etwas Volumen. Zweiter wurde Achim Ilmer vom Fitness Center Ruh in Bürstadt, der schon bei den Senioren gestartet war. Auch hier machte er eine gute Figur, wenn es ihm auch noch etwas an der Härte fehlte. Der erste Platz ging an Achim Weitz vom Body Gym in Mannheim, der wohl in der Form seines Lebens angetreten war. Besonders der gigantische Umfang seiner Beine konnte imponieren; aber auch die anderen Körperpartien wirkten sehr massig und muskulös bei sehr guter Härte. 

Von den ebenfalls drei Athleten der Klasse Männer IV belegte Michael Lindner vom Powerhouse in Ludwigsburg den dritten Platz, der wohl noch ein paar Wochen Diät benötigt hätte. Gut vorbereitet trat Fadi Issa vom SMASH Fitnesspark in Schorndorf an. Seine Proportionen sind von etwas fehlendem Beinvolumen abgesehen sehr ausgewogen und auch sein Kürvortrag war sehr gelungen, allerdings hat er doch einige deutliche Formschwächen. Souverän konnte sich somit Danny Jähnigen vom Outback Gym in Mainz den ersten Platz sichern. Danny verfügt dank den ausladenden Beinen und der schmalen Taille über eine schöne Linie und praller, voller Muskulatur, besonders bei den Armen und Schultern. Auch die Härte war für den Wettkampf angemessen.

In der Klasse Männer V, über 100 kg, waren zwei Teilnehmer angetreten. Für Dr. Nils Barsom vom Body Planet in Ludwigsburg war dies die erste Wettkampfsaison mit einem Gewicht von 106 kg. Nils hat sehr gute Anlagen in den Bereichen der Brust, Armen und dem Latissimus, allerdings hinken die Beine und die gesamte Rückansicht hinterher. Auch die Härte war nicht optimal; er wurde Zweiter. Würde man die Staffelung der Gewichtsklassen in den 10-kg-Schritten fortführen, der Sieger dieser Klasse wäre wohl erst bei ‚Männer VII’ an der Reihe gewesen: Alexej Schabunja aus Minsk, gestartet für den BBFV-Sachsen, trat mit 120,5 kg an. Sein Name taucht übrigens auch als ‚Alex Shabunya’ auf und man wird ihn sicher, in welcher Schreibweise auch immer, noch öfter hören, da er ein weltmeisterschaftserfahrener Top-Athlet im Profi-Format ist. Was seine sportliche Motivation war, an so einer eher kleinen Meisterschaft teilzunehmen, wurde nicht ganz klar; dafür konnte man über seine pure, wohlproportionierte Muskelmasse nur staunen, besonders was Beine, Schultern und Rücken anging. Seine Härte war wohl nicht im bestmöglichen Bereich, allerdings immer noch beeindruckend, was durch seinen virtuosen Kürvortrag gut unterstrichen wurde. Einstimmig wurde er auch zum Gesamtsieger gekürt. 

Als Gaststars gaben sich der umjubelte Dennis Wolf die Ehre und, wie eingangs schon erwähnt, Thomas Gerstner, der ein besonderes Jubiläum feiern konnte, da er vor 20 Jahren im Kulturhaus Mannheim-Käfertal seinen Wettkampfeinstand feierte. Trotzdem freuen wir uns auch wieder sehr, im nächsten Jahr Thomas als Moderator auf der Bühne zu sehen – und sicher auch wieder wesentlich mehr Athleten. Nichtsdestotrotz war auch der Rhein Neckar Pokal im Jahr 2006 ein schöne, erfolgreiche Meisterschaft, und an dieser Stelle noch herzlichen Dank an unsere Athleten und das tolle Team vom BWBF.

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