Baden-Württembergischer
Bodybuilding- und Fitnessverband e.V.


+++ Wettkampf-Ergebnisse +++
 



>> zurück zur Wettkampfseite <<


Internationaler Donau Cup 2005

Wettkampfbericht
Text: Reiner Dahms und Stefan Ulmer

Der Donau Cup, der am 23.10.2005 in Dillingen ausgetragen wurde, lässt sich am Besten mit „klein, aber fein“ zusammenfassen. Klein, weil die Teilnehmer- und insbesondere auch die Zuschauerzahl hinter den Erwartungen zurück blieb. Fein, weil trotzdem eine gute Stimmung im Saal war und die Athleten überwiegend gute bis hervorragende Leistungen darboten.

Es ist schwer zu sagen, warum nur ein eher verhaltenes Interesse an dieser Meisterschaft an den Tag gelegt wurde – festhalten kann man aber, dass von Seiten der Veranstalter hier alles richtig gemacht wurde, egal ob es die Halle, die allgemeine Organisation, die gewohnt lockere Moderation durch den 1. Vorstand des Baden-Württembergischen Bodybuilding- und Fitness-Verbandes (BWBF) Thomas Gerstner oder die Gastauftritte betraf.

Unter den 23 angetretenen Athleten waren keine Frauen, so dass die Meisterschaft gleich mit den Junioren begann, von denen drei am Start waren. Diese zeigten sich alle in ansprechender Form, wenn auch Sascha Jägler vom Body Gym Mannheim deutlich zu weich antrat und somit Dritter wurde. Noch enger lag das Leistungsniveau bei Michael Schmidt und Daniel Visnjouski, beide vom Powerhouse Gym Ludwigsburg, zusammen. Michael wirkte im Oberkörper etwas härter, während Daniel dafür die sichtlich besser definierten Beine hatte – was ihm dann auch den ersten Platz einbrachte.

Bei den Senioren wurde Luigi La Pica vom Sport + Fun Neu-Ulm Vierter; hier war aufgrund der fehlenden Härte keine bessere Platzierung möglich. Vor ihn wurde der deutlich härtere Reinhold Kaschuba vom Andy's Gym Plienzhausen gesetzt. Wesentlich muskulöser, und somit mit deutlichem Abstand Zweiter, trat Frank Sauer (Einzelmitglied aus Achern) an, der mit sehr guten Proportionen überzeugen konnte. Außer Frage stand aber der erste Platz für Uwe Brucker vom Power und Health Kirchheim-Teck, dessen Form kaum Schwächen aufwies. Auch seine Definition, besonders im Oberkörper, konnte überzeugen.

Wieder ausgewogener war die Gesamtleistung der Body Fitness Klasse. Den fünften Platz belegte Marc Gracias vom Sport und Fun Ulm, der mit etwas Feinschliff durchaus auch in den höheren Rängen mitzureden hätte. Der viertplatzierte Thomas Häge vom Sportpark Bretten fiel in der Vorwahl leider durch eine viel zu helle Farbe auf. Sicher ein Umstand, der Sven Bosch vom Sport und Fun Ulm half, sich vor ihn zu platzieren, da ihre Form durchaus vergleichbar war. Die ersten beiden Plätze wurden von zwei hochgewachsenen Athleten belegt, die ebenfalls eine ähnlich gute Muskelentwicklung vorweisen konnte. Achim Schweikart vom Treibers Indoor Walldorf wurde dabei dann Zweiter, da der Sieger dieser Klasse, Sascha Kantar vom Andy's Gym Plienzhausen, eine bessere Linie hatte vor allem was die Härte anging deutlich vorne lag.

Noch mal in der Klasse Männer I trat der schon bei den Senioren gestartete Reinhold Kaschuba vom Andy's Gym Plienzhausen an, für den hier aufgrund seiner eher schwachen Muskulosität jedoch nur der dritte Platz möglich war. Gut vorbereite präsentierte sich Senal Acin Body Gym Mannheim, der sich vielleicht noch etwas mehr auf die Beinentwicklung konzentrieren sollte; er wurde Zweiter. Auf dem ersten Platz beeindruckte der gerade dem Juniorenalter „entschlüpfte“ Jürgen Kruber vom Fitness Point Heidelberg. Einzig seine noch nicht voll ausgeschöpfte Härte konnte man kritisieren, ansonsten bestach und begeisterte er mit seinen massigen Beinen, einer schönen Linie und nicht zuletzt mit einer beispielhaften Präsentation. 

In der Klasse Männer II wurde der ebenfalls bei den Senioren gestartete Frank Sauer (Einzelmitglied aus Achern) Fünfter, wobei der Abstand zum vierten Rang, belegt von Markus Genal vom Eddi's, Augsburg, nicht allzu groß war. Enger ging es da schon bei den ersten drei Plätzen zu. Da ihm noch etwas Härte fehlte wurde Eric Bernier vom Treibers Indoor Walldorf mit ausladendem Latissimus und gut geformter Brust Dritter. Den zweiten Platz sicherte sich mit guter Definition, besonders im Oberkörper, Stefan Heß vom Body Planet Ludwigsburg, an dessen Form es auch sonst nichts Grundlegendes zu bemängeln gab. Als Sieger der Klasse ging allerdings wie schon bei den Männer I ein Athlet hervor, der in der Saison letzten Jahres noch bei den Junioren gestartet war: Sabit Kelmendi vom SMASH Fitness Park Schorndorf. Auch wenn er bei seiner Größe noch muskulöser sein könnte (und sicher auch früher oder später sein wird), sind seine Proportionen sehr harmonisch und vor allem bestach er durch seine messerscharfe Definition sowie Muskelteilung in nahezu allen Posen.

Mit sechs Athleten war die Klasse Männer III zahlenmäßig am besten besetzt. Martin Gray vom Body Gym Mannheim war weder besonders definiert noch für seine Größe ausreichend muskulös um einen anderen Rang als den Sechsten zu belegen. Der noch bei der Klasse Body Fitness strahlende Sieger Sascha Kantar vom Andy's Gym Plienzhausen stieß hier an seine Grenzen und belegte den fünften Platz. Fairerweise muss man aber dazu sagen, dass dies einfach nicht sein Klasse ist. Besser passt hier schon Murat Tombul vom Fitness 4 You Nagold rein, ein erfahrener Athlet mit sehr guten Proportionen, der allerdings nicht an seine Bestform der Vorjahre anschließen konnte - er wurde Vierter. Auch Doppelstarter Uwe Brucker vom Power und Health Kirchheim-Teck konnte seinen Erfolg aus der Seniorenklasse nicht wiederholen; allerdings war sein dritter Platz in dieser gut besetzten Klasse eine durchaus respektable Leistung. Mit ansprechender, wenn auch nicht bestmöglicher Härte belegte der sehr harmonische Ersin Oguz vom Body Gym Mannheim den zweiten Rang. Hart und mit vollen, prallen Muskeln ergatterte sich Manuel Bauer vom Fitness Club Pottenstein Grafen-Wöhr den Sieg dieser Klasse. Er konnte sich zudem gut präsentieren und wirkte erstaunlich massig, fast als stände er in einer für ihn zu leichten Gewichtsklasse.

Nachdem bei den Männer III die meisten Teilnehmer auf der Bühne waren, war in der Klasse Männer IV leider nur ein Athlet am Start. Da es sich dabei aber immerhin um Matthias Botthof vom Allstar Leistungszetrum Gießen handelte, gab es zwar keinen Wettkampf an für sich, aber dafür einen Ausnahmeathleten in hervorragender Form zu bestaunen. Hatte Matthias vor anderthalb Jahren bereits als Newcomer für Furore gesorgt, so kann man sich vorstellen, dass er nun in deutlich verbesserter Form noch mehr begeisterte.

Immerhin konnte sich Matthias als konkurrenzloser Sieger der Klasse Männer IV noch beim Stechen um den Gesamtsieg den Vergleichen mit drei weiteren Athleten stellen. Und auch wenn das Leistungsniveau dabei sehr hoch lag, hieß der Gesamtsieger mit 5:0 Kampfrichterstimmen: Matthias Botthof!

Abgerundet wurde die Meisterschaft nicht nur durch Gastauftritte von Serkan Cetin in ausgezeichneter Form und von Dennis Wolf, der ein paar Wochen später Gesamtsieger der Weltmeisterschaft in Shanghai wurde, sondern noch von einer Aerobictanzgruppe sowie einer Gesangsdarbietung, bei der es sogar Thomas Gerstner und Co-Moderator Eddie Derzapf nicht mehr auf den Sitzen hielt. 

Wie eingangs geschrieben: ein kleine, aber feine Meisterschaft, die mit viel Liebe zum Detail von Daniela und Matthias Herzog auf die Beine gestellt wurde. Es bleibt nur zu hoffen, dass beim nächsten Donau Cup wieder mehr Teilnehmer und Zuschauer den Weg in die Halle finden werden.


>> zurück zur Wettkampfseite <<

 

Präsentiert von Fitshop.de