Baden-Württembergischer
Bodybuilding- und Fitnessverband e.V.


+++ Wettkampf-Ergebnisse +++
 



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Rhein Neckar Pokal 2003 

Wettkampfbericht
Text: Reiner Dahms

Aus allen Nähten zu platzen schien das Kulturhaus im Mannheimer Stadtteil Käfertal, als am 02.11.2003 der Rhein Neckar Pokal mit Qualifikation zur Internationalen Deutschen Meisterschaft für Baden-Württemberg ausgetragen wurde. Nicht nur die über 700 Zuschauer drängten sich in der restlos ausverkauften Halle sogar auf Stehplätzen, auch für die über 80 angetretenen Athleten wurde es im Backstage-Bereich ein wenig eng. Aber das im Vorfeld gut vorbereitete Orga-Team um den Veranstalter und 1. Vorsitzenden des Baden-Württembergischen Bodybuilding und Fitnessverbandes Thomas Gerst-ner meisterte die Herausforderung mit Bravour und so konnten alle Beteiligten eine exzellente Meisterschaft erleben, die genauso von der starken Athletenbeteiligung wie vom begeisterten Publikum profitierte. Als Hauptkampfrichter führte Erich Janner souverän wie immer durch die Vorwahl, während Thomas Gerstner persönlich die Moderation für das Finale übernahm.

Für die Frauen Fitness Leistungs-Klasse hatten sich leider keine Teilnehmerinnen gefunden, dafür war die Frauen Fitness Figur Klasse mit sechs sehr gut vorbereiteten Athletinnen besetzt. Das Schlusslicht in der Wertung bildeten die beiden Studiokolleginnen aus dem Sport & Body aus Walldorf mit Gabriela Hildebrandt auf dem sechsten und Else Schmitt auf dem fünften Platz. Sabine Artacho vom Body Gym aus Mannheim konnte sich mit ihrer guter Muskelentwicklung den vierten Platz sichern, während die etwas härtere Fransiska Mantel'o vom Outback Gym vor ihr Dritte wurde. Platz eins und zwei ging an zwei Athletinnen, die auch zwei Wochen später auf der Internationalen Deutschen Meisterschaft souverän Einzug ins Finale hielten. Dort wurde Selma Balta vom Smash in Schorndorf Int. Dt. Vizemeisterin, vor Corina Bräuer aus dem Body Gym in Mannheim. An diesem Tag jedoch entschieden sich die Kampfrichter anders und platzierten die muskulösere Selma Balta auf den zweiten Rang und strahlende Siegerin mit einer wunderschönen Linie und tadellosen Präsentation wurde Corina Bräuer.

In der Frauenklasse I hatte sich nur eine Athletin eingefunden, die somit natürlich auch sofort als Baden Württembergische Meisterin feststand, doch Nicole Kopf vom Relax Fitness in Durmersheim konnte durch ihre selbstbewusste Ausstrahlung trotzdem ohne Probleme das Publikum fesseln.

Im Frauenschwergewicht wurde es dann schon wesentlich voller auf der Bühne und durch die enormen Leistungen der Athletinnen auch schon sehr spannend. Mit einer sehr schönen Muskelentwicklung wurde die mit 22 Jahren jüngste Teilnehmerin dieser Klasse Merle Mohr vom Fitness Center Ruh in Bürstadt Fünfte. Merle schnupperte zum ersten Mal Wettkampflust und wird in der Zukunft bestimmt noch mit ihrem riesigen Potential für einiges an Furore sorgen. Sehr schöne Härte konnte Marina Jurent vom Power House Gym in Lahnstein präsentieren und sicherte sich somit den vierten Rang, was an diesem Abend bei weitem keine Schande war, denn die ersten drei Plätze gingen an sehr erfahrene und bestens vorbereitete Athletinnen. Nina Loebardt konnte mit einer begnadeten Linie und schönen, vollen Muskeln begeistern, was ihr den dritten Platz einbrachte. Ähnlich gute Genetik konnte die vor ihr platzierte Angelika Loebardt beweisen, was einem nicht weiter zu wundern braucht, da sie die Mutter von Nina ist. So konnte sie an diesem Tag allerdings mit etwas mehr Härte gegen die Tochter bestehen. Platz eins ging an Katrin Kirsch aus dem Coloseum in Frankfurt. Sie dominierte deutlich in Muskelmasse, Härte und Definition. Auch ihre Ausstrahlung war tadellos: feminin, aber trotzdem voller Power. So war auch der Frauen Gesamtsieg für Katrin Kirsch nur Formsache.

Ebenfalls am Start waren zwei Paare. Zweiter wurden Alex Thomessen und Fransika Mantel'o aus dem Outback Gym in Mains, die eine sehr schöne Leistung und Kür zeigen konnte. Es wäre allerdings auch sicher für einige Athleten schwierig geworden, sich gegen den erfahrenen Lothar Thüns und die nicht minder versierte Daniela Herzog vom Relax Fitness in Durmersheim durchzusetzen, die somit Erster wurden.

Leider hatten sich nur zwei Junioren für den Wettkampf eingefunden. Mit guten Anlagen wurde Thomas Kerber zweiter hinter dem ein paar Kilo schwereren und härteren Sabit Kelmendi vom Smash in Schorndorf, der zwei Wochen später auf der Int. Deutschen Meisterschaft sogar Junioren Gesamtsieger wurde.

Wesentlich mehr Starter hatten sich dafür in den Senioren Klassen eingefunden, von denen es dann sogar zwei gab. In der Gewichtsklasse bis 80 Kilo Körpergewicht musste sich Rudolf Bauer vom Fitness Center Hohmann in Bogel mit dem sechten Rang begnügen, da er weder mit Muskelmasse noch Härte zu überzeugen wusste. Masse war für den Fünftplazierten Angelo Gurriere vom Fitness Team Odenwald aus Mosbach nicht so das Problem, davon konnte er besonders am Oberkörper genügend vorweisen, allerdings waren Härte und Definition deutliche Schwachstellen. Seine Diät wiederum sehr pflichtbewusst hatte Dieter Zwick vom Body Gym in Mannheim durchgezogen, dafür hatte er deutlich mit Kreislaufbeschwerden sowie mit nicht funktionieren CDs zu kämpfen, was ihm aber immerhin noch Platz vier ergattern lies. Wilfried Rosnagel vom Fitness Forum aus Östringen konnte mit einem sehr ausgewogenen Gesamtpaket souverän den dritten Platz sichern. Sehr gut vorbereitet und mit messerscharfer Definition wurde Paul Regenfuss vom Peter's Gym aus Offenbach Zweiter. Mit 59 Jahren der älteste Teilnehmer in diesem Feld war Adolf Hopf vom All Stars Leistungszentrum in Gießen, doch hier kann man nur sagen: Alter schützt vor Leistung nicht, denn in Punkten wie Masse, Härte und Präsentation war er deutlich überlegen und so wurde ihm der erste Platz zugesprochen.

Bei der Senioren Klasse über 80 Kilo waren vier Starter zugegen. Bei der Entscheidung, wer Vierter und wer Dritter wird mussten die Kampfrichter Härte gegen Masse abwägen, und in diesem Fall Vierter wurde der etwas härtere, dafür im direkten Vergleich schlanker wirkende Peter Burkhardt vom Fitness-Center Amon in Karlsruhe hinter dem durchweg massiger erscheinenden Thomas Wagner vom Body Gym in Mannheim. Mit einer ansprechenden Kombination aus Masse und Härte setzte sich Peter Semmler vom Pro Point in Pirmasens bis auf den zweiten Platz durch. Weiter ging es erst mal nicht, denn an Lothar Thüns vom Relax Fitness in Durmersheim kam so schnell keiner vorbei. Denn obwohl er der Leichteste dieser Klasse war, konnte er eine beachtliche Härte und Definition an den Tag legen, die durch seine professionelle Präsentation bestens unterstrichen wurde und zu Geltung kam.

Der Trend, dass die Männer Body Fitness Klasse einen enormen Zuspruch findet, blieb auch hier in Mannheim weiter bestehen. Mit 12 Athleten war es allerdings noch nicht die größte Klasse. Durch eine Eliminationsrunde wurde die Teilnehmerzahl somit erst einmal auf 10 gestutzt und Rang 12 ging dabei an Eduard Bernhardt vom Bodo Club in Karlsruhe und Rang 11 an Nico Neumann vom Fitness-Depot in Worms. Weiter nicht Einzug ins Finale konnten halten: Ibrahim Ayir vom Fitness For You in Riederich (Platz 10), Claus Münz von Claudine's Fitness Treff in Friedrichshafen (Platz 9), Rico Vescio vom Fitness For You in Riederich (Platz 8) und Heiko Becker von Mike's Bodyshop in Bad Kreuznach (Platz 7). Ins Finale schaffte es auf Platz 6 der gut vorbereitete Marc Schumayer vom Take Shape in Schorndorf. Leider wirkte er im direkten Vergleich wenig spektakulär, insbesondere bei den Beinen. Gut präsentieren konnte sich Khalil Sabra vom Body Gym in Mannheim, der im Vergleich zum Vorjahr ein wenig an Härte gutmachen konnte. Doch aufgrund des sehr starken Teilnehmerfeldes reichte es dieses Jahr nur für Rang 5. Mit sehr ansprechender Härte und durchweg guter Definition gelangte Jochen Krebs vom Fitness For You in Riederich auf Platz 4. Der Sieger der Body Fitness Klasse vom Vorjahr, Alexander Bittel vom Sportline in Heidelberg, wirkte sicher nicht schlechter in Form als vor einem Jahr, seine Muskelentwicklung im Oberkörper ist wirklich sehenswert und auch die Beine konnten eine sehr gute Teilung aufweisen. Allerdings hat er sein Hauptmanko nicht beheben können: das fehlende Volumen der Oberschenkel. So war dieses Jahr nur Platz 3 drin. Andreas Marcello Ferrara vom Body Gym in Mannheim, für den dies die erste Wettkampfsaison war, konnte eine sensationelle Härte präsentieren, bei der es schon beim Hinschauen weh tat. Vielleicht ging dies ein wenig zu Lasten seiner Linie, so dass er sich erst mal mit dem zweiten Platz zufrieden geben musste, was aber auch keine weitere Schande zu bedeuten hat, da der Sieger des Tages mit Olaf Maneval vom Body Fit in Mühlacker ein sehr erfahrener Athlet war, der zwei Wochen später in dieser Klasse den Titel des Vizemeisters sicher konnte, nach dem er im Frühjahr bereits Deutscher Meister wurde.

Bei der Männer Klasse I wurde es dann wieder ein wenig übersichtlicher auf der Bühne und auch die Leistungsunterschiede waren offensichtlich. So konnte Rudolf Bauer vom Fitness Center Hohmann in Bogel zu keinem Zeitpunkt einen anderen Platz als den Dritten belegen. Im Vergleich zum Vorjahr enorm verbessert präsentierte sich Osman Gemrikli vom Body Gym in Mannheim. Insbesondere bei der Linie und den Proportionen konnte er allerdings nicht gegen Uwe End vom Fitness Point in Heidelberg ankommen, der Int. Deutsche Meister von 2002, der zwei Wochen später den gleichen Titel für 2003 für sich erkämpfen konnte. Auch an diesem Tag war er selbstverständlich Erster.

Mit 10 Athleten in der Männer Klasse II war zwar keine Eliminationsrunde nötig, da dies aber die bei weitem bestbesetzte Klasse des Tages war wurde es sehr eng bei der Entscheidung, wer den Einzug ins Finale sichern konnte. Trotz sehr guter Verbesserungen zur letzten Saison reichte es für Dirk Walter vom Fitness Team Odenwald in Mosbach nur für Platz 10. Platz 9 ging an einen an diesem Tag erstaunlich schwachen Jürgen Berlet vom Sport & Fun in Ulm; sein Studiokollege Achim Genal konnte sich noch auf den achten Rang durchbeißen. Den letzten Platz vor den Finalplatzierung belegte der gut vorbereitete Alex Thomessen, der in diesem starken Feld schlichtweg unterging. Ergen Güngut vom Body Gym in Mannheim, den man sonst aus der Männer Klasse I kennt, trat an diesem Tag eine Klasse höher an, was ihm nicht unbedingt gut stand und auch nur den sechsten Platz einbrachte. Deutlich härter, aber dennoch mit leichten Schwächen in der Definition platzierte sich Manuel Kratochwille vom Take Shape in Schorndorf auf den fünften Rang. Ebenfalls die Endhärte nicht erreicht hatte Alex Stampoulidis vom Smash in Schorndorf, der dafür aber mit einer enormen Muskulosität und einer tollen Bühnenpräsens insbesondere beim Kürvortrag zu beeindrucken wusste. Trotzdem reichte es an diesem Tag nur für Rang vier. Mit gewaltigen Beinen und auch ansonsten ordentlich Muskeln am Leib und einer guten Härte war für das Einzelmitglied (Name auf Wunsch entfernt) der dritte Platz gesichert. Vor ihm auf Platz zwei setzte sich der sehr gut proportionierte Murat Tombul vom Fitness For You in Riederich durch, der was Definition und Härte angeht an diesem Abend nur von Jörg Dickopf vom Figur- und Leistungszentrum in Koblenz geschlagen werden konnte. Mit vollen, prallen Muskeln marschierte er direkt auf den ersten Platz in einer wirklich sehr gut besetzten Klasse.

14 Teilnehmer waren angetreten um in der Gewichtsklasse bis 90 Kilo (Männer III) um den Titel des Baden Württembergischen Meisters zu kämpfen. In der Eliminationsrunde schieden aus: Andreas Mann vom Fitness-Depot in Worms (Platz 14), Peter-Ernst Laabs vom Body Gym in Mannheim (Platz 13), Peter Semmler vom Pro Point in Pirmasens (Platz 12) und Rainer Demuth vom Sport & Fun in Wiblingen (Platz 11). Nicht weiter ins Finale gelangten: Heiko Siegloch vom Fitness Forum in Östringen (Platz 10), Uwe Brucker vom Power Health in Kirchheim Teck (Platz 9), Tim Dekowski vom Fitness-Center Malender in Dortmund (Platz 8) und Maik Jüttner von Claudine's Fitness Treff in Friedrichshafen (Platz 7). Den Vorstoß zu den Finalisten auf Platz 6 gelang Peter Pesche vom Smash in Schorndorf. Vielleicht hätte man bei seiner Größe ein wenig mehr Masse sehen können, aber dafür präsentierte er seine Form mit guter Härte und Definition. In rundum guter Form zeigte sich Rainer Kreider vom Fitness-Depot in Worms und gelangte auf Rang fünf. Erstaunlich breit und massig und trotzdem mit passabler Härte erschein Murat Ayir vom Fitness For You in Riederich, allerdings hinterlies seine Bauchpartie insbesondere im nicht angespannten Zustand keinen guten Eindruck und so war hier bei Platz vier erst mal Schluss. Martin Schramm vom Powerhouse in Ludwigsburg, der zwei Wochen später Int. Deutscher Meister in der Männer Klasse II wurde, trat hier mit noch nicht optimaler Härte und eben für die Gewichtsklasse ein wenig zu leicht an. Trotzdem konnte er immer noch ausreichend gutes Potential beweisen um auf den dritten Platz gesetzt zu werden. Wie schon bei den Senioren konnte sich Lothar Thüns vom Relax Fitness in Durmersheim auch bei der Männerklasse mit ausgezeichneten Proportionen, Definition und professioneller Präsentation souverän durchsetzen und den Titel des Vizemeisters sichern. Nicht vorbei kam er allerdings an Erich Beil vom Powerhouse in Ludwigsburg, der mit 89,7 Kilo Körpergewicht am Limit der Klasse stand und so mit mächtigen, harten und gut definierten Muskelpartien an Armen und Beinen beeindrucken konnte und somit als erster Sieger feststand.

Eng auf der Bühne wurde es auch noch mal bei der Männer Klasse IV, den neun Athleten präsentierten sich im Line Up der Vorwahl. Für die Wertung im Finale konnten sich nicht qualifizieren: Sebastian Pister vom Fit-o-Drom in Wiesloch (Platz 9), Giuseppe Milazzo vom Athletic Gym in Wiesbaden (Platz 8) und Sven Essich vom Sport & Fun in Neu Ulm. Auf Platz sechs im Finale konnte sich Thomas Pitzek vom Get Fit in Heidelberg behaupten, der zwar eine gute Härte präsentieren konnte, für die Gewichtsklasse aber etwas massiger hätte antreten können. Ähnliches ist auch zu Philipp Wutsch zu sagen, der sich aber noch auf den fünften Platz kämpfen konnte. Massiger und gut definiert platzierte sich Thomas Pelzl von Claudine's Fitness Treff in Friedrichshafen auf den vierten Rang. Mit einer auffallend schönen Linie und ansprechender Härte wurde Mario d'Angelo vom Maxx-Fitness in Braunschweig Dritter. Der zweite Platz ging an den etwas massiger wirkenden und ebenfalls gut harten Goran Nikolic vom Smash in Schorndorf. Wenn auch Masse nicht alles ist auf der Wettkampfbühne, so hatte hier doch niemand zu einem Zeitpunkt auch nur einen Hauch einer Chance gegen den 121,8 Kilo schweren Michael Schetter bestehen zu können, da der Ausnahmeathlet sein Gewicht nicht nur sehr gut proportioniert hat, sondern ebenfalls beim Thema Härte und Definition keine Vergleiche scheuen musste, ging der erste Platz im Schwergewicht an ihn.

Beim Stechen um den Gesamtsieg wurde es dann allerdings noch mal spannend, vor allem da dieser Sieg mit einem Preisgeld von 1.000 Euro dotiert war. Hier entschieden sich die Kampfrichter dann für Erich Beil, der somit nicht nur einen den Gesamtsiegerpokal, sondern gleich noch die Siegerprämie in bar mit nach Hause nehmen konnte.

Zu erwähnen ist ebenfalls, dass an diesem Tag ein hochkarätiges Team zusammengestellt wurde, das Baden Württemberg in Ransbach-Baumbauch auf der Internationalen Deutschen am 15.11.2003 äußerst erfolgreich vertrat und beinahe in jeder Klasse einen Meister oder Vizemeistertitel sicher konnte. Abschließend bleibt zu sagen, dass der Rhein Neckar Pokal 2003 eine über alles Maßen erfolgreiche Veranstaltung war, die die Messlatte für Landesmeisterschaften ein ziemliches Stück nach oben legte. Sicher ein Tag, der für alle Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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