Baden-Württembergischer
Bodybuilding- und Fitnessverband e. V.

+++ Bericht zur Baden-Württembergischen Meisterschaft 2009 +++
 


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Baden-Württembergische Bodybuilding- und Fitnessmeisterschaft 2009 (BWBF / DBFV)

Bericht von Reiner Dahms und Stefan Ulmer  

Wie schon seit mehreren Jahren fand am 02.05.2009 in der Barbara-Künkelin-Halle in Schorndorf wieder die Baden-Württembergische Meisterschaft statt. Veranstalter war Alex Stampoulidis, der seit den Neuwahlen im Februar 2009 auch der erste Vorsitzende des BWBF ist. Das eingespielte Team kümmerte sich hinter den Kulissen um einen reibungslosen Ablauf. Interessant war, dass an diesem Tag bundesweit fast sämtliche anderen Landesmeisterschaften stattfanden, so dass keine Athleten aus anderen Bundesländern am Start waren. Trotzdem konnte man rund 40 Starter zählen und die Tatsache, dass es hier für jeden um die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft ging, gab der Veranstaltung einen besonderen Reiz.

Von den acht Teilnehmerinnen in der Klasse Frauen Fitness Figur erreichten Tanja Mena und Nikoleta Pavlidou, beide vom Body Planet Ludwigsburg, nicht das Finale. Mit guten Ansätzen belegte Marina Crnjak vom Body Planet Ludwigsburg den sechsten Platz. Die erst 16jährige Jasmin Praml vom Class Gym Emmendingen überraschte mit ihrer guten Form und wurde Fünfte. Etwas austrainierter, mit schön definiertem Oberkörper, wurde Gina Annuzi-Nunes vom Body Planet Ludwigsburg, Vierte. Ähnlich gut vorbereitet war die Drittplatzierte Yvonne Boss vom RL-Sportshop Linay Langenbretach, die noch dazu eine etwas bessere Linie hatte. Deutlich höher war jedoch das Leistungsniveau der ersten beiden Plätze. Kein Wunder, denn Vize-Meisterin Daniela Pfeiffer vom Power House Ludwigsburg kann auch auf eine lange Wettkampferfahrung zurück blicken und präsentierte sich ohne größeren Schwächen. Übertrumpft konnte sie an diesem Tag nur von Siegerin Anita Karch vom SMASH Schorndorf werden, die mit schön definierter Bauchmuskulatur und beeindruckender Schulter-Latissimus-Partie überzeugen konnte.

Nur eine Starterin war in der Klasse Frauen Body angetreten. Carla Marquardt vom SMASH Schorndorf, die natürlich auch gleich als Siegerin feststand, wirkte alleine auf der Bühne zuerst etwas unsicher, was aber anhand ihrer ausgewogenen Gesamtentwicklung gar nicht nötig war. Vom begeisterten Publikum angefeuert sah man ihr aber bald auch den Spaß an, den sie auf der Bühne hatte.

Mit einem überraschend hohem Leistungsniveau konnten die beiden Athleten der Klasse Junioren I begeistern. Kevin LaGrutta vom Body Planet Ludwigsburg war etwas besser definiert, besonders im Rückenbereich. Allerdings musste er sich hinter Francesco Pagliara vom SMASH Schorndorf mit dem zweiten Platz begnügen, da Sieger Francesco voluminöser wirkte und auch mit einer erstaunlichen Entwicklung der Beine überzeugen konnte. Es war eine große Freude, die beiden jungen Talente auf der Bühne zu sehen, die auch offensichtlich sehr viel Spaß am Wettkampf hatten.

Von den vier Teilnehmern der Klasse Junioren II hatten Sebastian Wolf vom Body Planet Ludwigsburg, der den vierten Platz belegte, und dem Drittplatzierten Fabian Dick vom Class Gym Emmendingen eine ähnliche, ausbaufähige Entwicklung vorzuweisen, wobei Fabian etwas besser vorbereitet wirkte. Vizemeister Marco Höss vom Maxx Stuttgart konnte besonders mit dem muskulösen Oberkörper und einer ansprechenden Härte überzeugen. Das beste Gesamtpaket und somit auch Sieger mit Idealpunktzahl wurde Benjamin Heinle vom SMASH Schorndorf. Er präsentierte eine überragende Muskulosität, beindruckendes Beinvolumen bei überzeugender Härte. Darüber hinaus war auch seine Präsentation vorbildlich und er bekam diese mit dem „Best Posing“-Pokal gewürdigt.

Den letzte Platz in der Klasse der Senioren belegte von den sechs Startern Matthias Schweizer (Einzelmitglied), der sich zu seiner ersten Saison zwar verbessert hat, mit der Muskelmasse seiner Konkurrenten aber nicht mithalten konnte. Mit guten Ansätzen, allerdings noch nicht ganz in Form, belegte Norbert Kolm vom Body Gym Mannheim den fünften Platz. Markus Klöpfer vom Powerhouse Ludwigsburg präsentierte sich gewohnt souverän und mit ausgewogenen Proportionen, allerdings nicht mehr ausreichender Härte. Er wurde Vierte. Deutlich besser definiert war Wolfram Bernstein vom Powerhouse Ludwigsburg, der den dritten Rang belegte. Noch eine Spur mehr Definition, besonders in den Beinen konnte allerdings Vize-Meister Marc Gollub vom Bodyplanet Ludwigsburg vorweisen, der zudem auch gut proportioniert war. Als Sieger mit Idealpunktzahl ging jedoch Murat Erkinoglou vom Sportpark Bretten hervor, der besonders in der Rückansicht noch härter war, dabei jedoch auch noch mit vollen, runden Muskeln punkten konnte.

Die meisten Teilnehmer, nämlich 9 an der Zahl, gab es wie so oft in der Klasse Classic Bodybuilding. Drei Teilnehmer alle vom Bodyplanet Ludwigsburg konnten das Finale nicht erreichen: Marvin Neckermann, Adrian Fleuchaus und Steffen Grupp. Mit einem passable entwickelten Oberkörper, allerdings fehlendem Beinvolumen wurde Mujanic Fahrudin vom Body Camp Albstadt Sechster. Fünfter wurde mit guten Ansätzen, wie zum Beispiel der schönen V-Form im Oberkörper, allerdings fehlender Härte, Dimitrios Nikolaidis vom SMASH Schorndorf. Beim Viertplazierten Alexander Michels vom Bodyplanet Ludwigsburg hinkte die Entwicklung der Beine etwas hinter der des Oberkörpers nach, was den Gesamteindruck schmälerte. Deutlich ausgewogener und mit sehr guter Rückenpartie präsentierte sich Andreas Wagner vom Fit-O-Drom Walldorf, der Dritter wurde. Den zweiten Platz sicherte sich Michael Preusse vom RL-Sportshop Linay in Langenbretach, der für seine Körpergröße eine überraschend gute Gesamtentwicklung vorweisen kann, besonders aber mit einzelnen Partien, wie dem extrem definierten Trizeps, beeindrucken konnte. Unangefochtener Sieger mit Idealpunktzahl wurde Nicolas Rautenstrauch vom Fit-O-Drom Walldorf, der vielleicht noch nicht im bestmöglichen Bereich der Härte war, seine qualitativ hochwertige Muskulatur jedoch nahezu ideal proportioniert präsentierten konnte.

Drei Athleten traten in der Klasse Männer I an, wobei Matthias Schweizer, wie auch schon bei den Senioren, chancenlos war und den dritten Platz belegte. Denkbar eng war der erste Platz umkämpft - so kam es sogar zu einem Gleichstand bei den Punkten; maßgeblich für die Entscheidung war somit die bessere Wertung im Finale. Dies brachte Michael Maisch vom Bodyplanet Ludwigsburg den zweiten Platz ein, der vor allem durch seine sehr gute Definition aufgefallen war. Yves Griebsch vom SMASH Schorndorf, der als Sieger hervorging, war deutlich weniger hart, wirkte von der Gesamtentwicklung her aber harmonischer und konnte vor allem auch mit ordentlichem Volumen in den Oberschenkeln überzeugen.

Von den fünf angetretenen Teilnehmern in der Klasse Männer II hatte man drei bereits bei den Senioren gesehen. Der fünfte Platz ging an Jovica Vuckovic vom SMASH Schorndorf, dessen Entwicklung der Beine nicht zu seinen guten Ansätzen im Oberkörper passte. Auch Wolfram Bernstein vom Powerhouse Ludwigsburg konnte die Jury nicht vollends überzeugen und wurde Vierter. Wie auch schon bei den Senioren kam Marc Gollub vom Bodyplanet Ludwigsburg, der den dritten Platz belegte, nicht gegen Vize-Meister Murat Erkinoglou vom Sportpark Bretten an. Mit drei Punkten Vorsprung gewann diese Klasse Jury Kruber vom BB-Sportnahrung Leimen. Jury war zwar nicht so hart wie einige seiner Mitstreiter, konnte aber mit einer bemerkenswerten, bestens proportionierten Muskulosität punkten und überzeugte auch in der Präsentation, besonders bei seinem Kürvortrag, der ihm viel Jubel vom Publikum einbrachte.

Die drei zu vergebenden Plätze in der Klasse Männer III wurden jeweils mit Idealpunktzahl belegt. Wie schon bei den Senioren wurde auch hier Norbert Kolm vom Body Gym Mannheim seine nicht überzeugende Form zum Verhängnis und er wurde Dritter. Auch Markus Klöpfer vom Powerhouse Ludwigsburg zeigten eine passable Leistung, konnte hier aber nur mit dem Titel des Vize-Meisters rechnen. Eindeutiger Sieger wurde Domenico Intermaggio vom SMASH Schorndorf, ein Neuling im Wettkampfgeschehen, der sicher noch etwas Feinschliff vertragen könnte, jedoch schon mit seinem beachtlich entwickelten Oberkörper und vor allem mit der eindrucksvollsten Bizepspose der Veranstaltung überzeugte.

Auch die beiden Teilnehmer der Klasse Männer IV stellten das Kampfgericht vor keine allzu schwere Aufgabe. Fevzi Metin vom SMASH Schorndorf, der Zweiter wurde, präsentierte einen austrainierten Oberkörper mit einer guten Schulter-Bizeps-Partie, sollte für einen besseren Gesamteindruck vielleicht aber noch ein wenig an den Beinen arbeiten. Gerade hier konnte Sieger Markus Fortenbacher vom Powerhouse Ludwigsburg überzeugen und zeigte mit die eindruckvollsten Beine der Meisterschaft. Markus hatte man schon öfter auf einer BWBF-Bühne sehen können, wo er jedes mal mit seiner beachtlichen Muskelmasse überzeugte, doch erst an diesem Tag konnte er durch seine extreme Härte endlich sein volles Potential zeigen.

Mit Michael Münz vom SMASH Schorndorf gab es nur einen Teilnehmer in der Klasse Männer V, der natürlich auch gleich als Sieger feststand. Allerdings hätte er sich auch sicher mühelose gegen eine größere Konkurrenz durchsetzen können, da er sich nahezu ohne nennenswerte Schwächen präsentierte, mit voller, runder Muskulatur in allen Bereichen, sehr schöner Linie, quergestreiften, massiven Oberschenkeln und wie gemeißelt wirkenden Bauchmuskeln. Kein Wunder, dass er sich um auch im Stechen um den Gesamtsieg durchsetzte und auch hier triumphierte.

Abgerundet wurde die Veranstaltung, bei der man schon viele exzellente Athleten im Wettkampf erleben konnte, durch perfekt choreographierte Gastauftritte von Sabit Kelmendi und Tarek El Setouhi in ausgezeichneter Form. Ein besonderen Dank sollte man auch noch an das Publikum aussprechen, das schon in der Vorwahl eine sehr gute Stimmung verbreitete und nahe zu jede Pose auf der Bühne mit Applaus würdigte. Besuchen Sie auch unsere Homepage unter www.bwbf.de.

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